eBike-Spaß entlang der Donau

Seit mehr als 10 Jahren tourt Maximilian Semsch durch die Welt – meist mit eBike und Kamera, um Land und Leute besser kennenzulernen. Wenn er nicht unterwegs ist, lebt er in Brandenburg und arbeitet als Reisefotograf, Referent und preisgekrönter Filmemacher. Warum der Weitgereiste den Donauradweg und dessen einzelne Etappen so liebt, erzählt er hier.

eBike-Spaß entlang der Donau

Seit mehr als 10 Jahren tourt Maximilian Semsch durch die Welt – meist mit eBike und Kamera, um Land und Leute besser kennenzulernen. Wenn er nicht unterwegs ist, lebt er in Brandenburg und arbeitet als Reisefotograf, Referent und preisgekrönter Filmemacher. Warum der Weitgereiste den Donauradweg und dessen einzelne Etappen so liebt, erzählt er hier.

Vielfalt statt Langeweile: der Donauradweg

Der Donauradweg folgt dem Fluss von Donaueschingen bis zum Delta in Rumänien beinahe über seine gesamte Länge. Als Teil der europäischen Radroute Eurovelo 6 zählt er zu den beliebtesten Fernradwegen Europas. Auf den meist gut beschilderten Radwegen, Neben- und Landstraßen lässt es sich direkt entlang des Flußufers oder nicht weit davon entfernt perfekt radeln. In Deutschland und Österreich führt die Strecke über beinahe durchgängig asphaltierte Straßen und befestigte Forst- und Feldwege. Max Semsch hat es ausprobiert: Von Juli bis September radelte er durch sieben Länder.

"Kul-Tour" mit dem eBike

Die 2850 km lange Donau ist der zweitlängste Fluss Europas und verbindet zwischen Atlantik und Schwarzem Meer die Kulturen und Traditionen von zehn Anrainer-Staaten. Mal fast stehendes Gewässer, mal reißender Strom, mal hohe Felsen, mal weite Felder, Weinberge und Auen: Die Natur macht den besonderen Reiz der Donau und des ihr folgenden Donauradweges aus. Unterwegs warten herrliche Naturschönheiten und einzigartige Schauspiele wie der Naturpark Obere Donau, das tiefblaue Wasser des Blautopfs bei Blaubeuren oder die Donauversickerung bei Tuttlingen. Historische Stätten wie das Ulmer Münster, Kloster Weltenburg, das UNESCO-Welterbe Regensburg sowie imposante Burgen und Klöster und der Städtereigen Linz –Wien –Budapest machen die Fahrt zu einer eindrucksvollen „Kul-Tour“. Max Semsch war hier von Juli bis September 2018 und in vier Ländern unterwegs.

Die Route:

1) Junge Donau - Sigmaringen

2) Donaudurchbruch bei Kehlheim

3) Wachau

4) Ungarn

5) Kroatien

6) Eisernes Tor

7) Donaudelta

Die Route:

1) Junge Donau - Sigmaringen

2) Donaudurchbruch bei Kehlheim

3) Wachau

4) Ungarn

5) Kroatien

6) Eisernes Tor

7) Donaudelta

1. Junge Donau - Sigmaringen

Donaueschingen: Mitten in der Stadt beginnt der Donauradweg, der Max in den nächsten acht Wochen entlang der Donau führt. Noch ist der Fluss ein Flüsschen und in Immendingen entzieht er sich in unterirdischen Hohlräumen dem Blick für eine kleine Weile sogar ganz, aber zwischen Beuron und Sigmaringen zeigt sich die Flußlandschaft dann in ganzer Pracht. Hohe Kalkformationen mit Zinnen beidseits eines engen Tals, das malerische Kloster Beuron und eine Landschaft ohne Straßen, die die zauberhafte Natur völlig ungestört erleben lässt: In der Gegend rund um Sigmaringen fasziniert die hier noch junge Donau gleich zu Tourbeginn mit einer der schönsten Etappen des ganzen Radweges.

2. Donaudurchbruch bei Kehlheim

Nach einem Abstecher zu Sehenswürdigkeiten wie dem berühmten Ulmer Münster, Ingolstadt und der mittelalterlichen Altstadt Regensburgs wartet ab Kloster Weltenburg ein besonderes Erlebnis. Hier heißt es: rauf mit dem eBike auf das „Zille“ genannte kleine Boot und durch den eindrucksvollen Donaudurchbruch bis nach Kehlheim schippern. Mit vielen Kurven schlängelt sich die Donau hier durch das Fränkische Juragebirge. Vom eBike aus lässt sich dieses Schauspiel nicht bewundern. Das Tal ist eng, darum verlässt der Radweg an dieser Stelle das Flussufer. Mehr als entschädigt wird man durch Blick vom Aussichtspunkt bei der Befreiungshalle in Kelkheim und das herrliche Panorama vom Gebäudedach aus. 

3. Wachau

Ab Passau führt eine Traumstrecke bis Linz. Dort laden Kultur-Highlights wie das Straßenkunstfestival „Pflasterstein Spektakel“ im Juli und eine der welrgrößten Outdoor-Galerien zu einem Zwischenstopp ein. Auch die weitere Anfahrt Richtung Wachau hat viel Sehenswertes zu bieten. Als UNESCO Weltkultur- und Naturerbe zählt die Kulturlandschaft rund um das Donautal zwischen Melk und Krems zu den schönsten Abschnitten des Donauradweges. Ein attraktives Zwischenziel ist die auf 300 m über dem rechten Donauufer gelegene Burgruine Aggstein, eine der besterhaltenen Burgruinen Österreichs. Mit einem grandiosen Blick auf Donau und Wachau zählt die ca. 150 m lange Burg zu den Höhepunkten der Etappe. Nicht weit entfernt gelangt man per Fähre bequem ans andere Flussufer nach Spitz. Und wer es romantisch liebt, kann in der Wachau vom Radfahren bei Sonnenuntergang nicht genug bekommen ...

4. Ungarn

Nach Großstadt-Flair in Wien und Bratislava führt der Donauradweg auf dem Weg Richtung Ungarn zunächst über unwegsamere Streckenabschnitte mit Schlaglöchern, Furchen und Pfützen. Doch dann öffnet sich eine herrliche Flusslandschaft mit breiten und – mit etwas Glück – überraschend menschenleeren Traumstränden, an denen es sich wunderbar entspannen lässt. Pulsierendes Leben, faszinierende Donau-Impressionen und der Charme einer quicklebendigen Millionenmetropole erwarten den eBiker dann in Budapest – eine Stadt, in die sich Max Semsch bei seinem dreitägigen Aufenthalt sofort verliebte. Deutlich ruhiger geht es beim Zelten in freier Natur zu: Wildes Campen ist in Ungarn erlaubt, zauberhafte Sonnenuntergänge – wie dieser hier 80 km südlich der Hauptstadt –, unberührte Ufer und eine üppige Flora und Fauna gibt es inklusive. Bis Baja und zur kroatischen Grenze lässt es sich auf teils gut ausgebauten Wegen radeln und ab und an enspannen. Max Semsch macht es vor.

5. Kroatien

Willkommen in Kroatien! Nur 137 km lang ist der kroatische Teil des Donauradweges. Die Strecke führt meist über verkehrsarme Nebenstraßen. Selbst Abenteuerlustige sollten die offizielle Strecke nicht verlassen: Abseits des Weges lauern bis heute nicht geräumte Minenfelder. Mit seiner alten Burganlage, die einen herrlichen Ausblick bietet, und den üppigen Weinbergen lädt der idyllische Ort Ilok nahe der serbischen Grenze zu einem Zwischenstopp ein. Besonders sehenswert: der jahrhundertealte Weinkeller mit edlen, kaum erschwinglichen Weißweinen am Fuße der Burg. Wem zusätzlich zum eBiken der Sinn nach weiteren sportlichen Aktivitäten steht, kann sich beim Golfspiel in den Weinbergen austoben. Ruhige Entspannung danach findet man bei einer Rast an der Donau, bei der sich die Abendstimmung genießen lässt.

6. Eisernes Tor

Nach vielen Highlights en route folgt eine weitere traumhafte Etappe – für Max Semsch der „persönlich schönste Abschnitt“. Über 100 km lang ist Europas längste Schlucht, das Eiserne Tor, dessen Klippen und bizarre Felsen beide Donauufer säumen. Saftiges Grün der Berge und tiefblaue Donau: Diesen herrlichen Kontrast sollte man sich nicht entgehen lassen. Wer hier etwas mehr Zeit einplant, kann von einem der vielen Aussichtspunkte einen Sehnsuchtsblick auf die farbenfrohe Landschaft genießen. Einer der schönsten darunter befindet sich auf der serbischen Seite des Nationalparks Derdap, eine gute Gelegenheit, dem stärkeren Verkehr auf der rumänischen Seite zu entkommen. Kurz vor dem Eisernen Tor lässt übrigens die breiteste Stelle der Donau bewundern. Hier zeigt sich der Fluss in ausladender, sechs kilometerweiter Schönheit.

7. Donaudelta

Wer die hügeligen Landschaften, die verlassenen Dörfer und die eher karge touristische Infrastruktur Bulgariens hinter sich gelassen hat, ist fast am Ziel der rund 3.500 km langen Tour, die Max Semsch von der Donau-Quelle in Furtwangen bis zum Delta am Schwarzen Meer zurücklegte. Rumänien, das letzte Land des Donauradweges, verwöhnt den eBiker mit herrlichen Landschaften wie den goldgelb leuchtenden Hügeln des Macin-Gebirges, mit grünen Weinbergen, und einer gastfreundlichen Bevölkerung. Bis Tulcea ist naturnaher eBike-Fahrspaß garantiert, für die letzten 150 km bis zur Mündung muss man das Boot nehmen. Doch das ist kein Nachteil: Die reiche Natur mit über 5.000 Tier- und Pflanzenarten lässt sich von Bord aus in aller Ruhe bewundern – für Langtourer Max Semsch „der krönende Abschluss einer spannenden Reise“.

Maximilians eBike

Akku: 2 x 500 Watt DualBattery

Mit  zwei Akkus unterwegs. Die 2 x 500 Watt garantieren dem Abenteurer Max Semsch auch auf langen Touren die nötige Energie.     

Bord­computer: Nyon

Der all-in-one Bord­computer Nyon vereint Navigation, eBike- Steuerung und Fahrdaten in einem Gerät.

Antrieb: Performance Line CX

Das Maß der Dinge für sportliches eMoutainbiken im Gelände und am Berg. Die Performance Line CX ermöglicht sportlich dynamische Beschleunigung auch im alpinem Terrain.