Uphill Flow Enthusiast

Stefan Schlie

Uphill Flow Enthusiast

Stefan Schlie

Video-Interview

Stefan Schlie:

der Vize-Weltmeister im Trial verschiebt mit dem eMTB fahrtechnische Grenzen

Stefan Schlie:

der Vize-Weltmeister im Trial verschiebt mit dem eMTB fahrtechnische Grenzen

Fünf gute Gründe für ein eMTB

Mehr Spaß für alle

Mehr Spaß für alle

Für mich der wichtigste Grund für ein eMountainbike. Ich habe einfach so viel Spaß damit. Ich genieße die Ausfahrt in heterogenen Gruppen, die plötzlich sehr gut zusammen funktionieren. Ich genieße das neue Gefühl im Anstieg, die neue Freizeitqualität, durch Flow, Action und Naturerlebnis. Wichtig ist hier vor allem ein Antrieb, der diese Punkte quasi unbemerkt unterstützt, mit dem man sich nicht auseinandersetzen muss.

Uphill Flow

Uphill Flow

2013 haben wir diesen Begriff kreiert. Er bringt auf den Punkt, was das eMountainbike Neues bringt. Ein völlig neues Gefühl im Anstieg, ein fließendes Klettern, selbst über steile und technische Passagen. Uphill Flow wird jeder anders erleben, je nach individuellem Können. Deswegen haben wir auch den Uphill Flow Trail gemeinsam mit Diddie Schneider kreiert. Dieser bietet zahlreiche Varianten, um eben genau diese Individualität zu unterstützen.

Neue Herausforderungen im Uphill meistern

Neue Herausforderungen im Uphill meistern

Ich habe mit Trial begonnen, habe dort Maßstäbe gesetzt und mag diese Herausforderungen noch immer. Mit dem eMountainbike werden nun Passagen fahrbar, die früher unmöglich waren. Verbunden mit Trial-Techniken baut sich vor mir nun ein völlig neues Betätigungsfeld auf. Ich spiele wieder mehr, probiere aus und fordere mich dabei immer wieder. 

Mountainbiken neu kennenlernen

Mountainbiken neu kennenlernen

Das eMountainbiken erweitert für mich Mountainbiken. Es erweitert die Reichweite, die Fahrbarkeit, die Zielgruppe und vor allem den Spaß. Ich kann mit heterogenen Gruppen fahren, ich kann mehr in kürzerer Zeit erleben und vor allem können Menschen fahren, die sich Mountainbiken konditionell bislang nicht zugetraut haben. Darüber lerne ich das Mountainbiken neu kennen, es ist kein reiner Szenesport mehr, sondern wird immer breiter aufgestellt. 

Horizont erweitern

Horizont erweitern

Mit meinem Trial-Hintergrund sind technische Herausforderungen für mich ein signifikanter Faktor beim Mountainbiken. Mit dem eMountainbike werden diese Herausforderungen mehr. Hier sind lediglich meiner Fantasie Grenzen gesetzt und so fordere ich mich gern an technischen Anstiegen. Versuche so viele Linien und Varianten, wie ich sehen kann, und bin immer wieder verblüfft, was mir mit dem Antrieb ermöglicht wird. 

„Eine Grinse-Komponente mehr“ – Stefan Schlie erzählt wie er mit dem eBike neue Herausforderungen erlebt

Stefan inspiriert und verlässt alltägliche Grenzen mit seiner Fahrtechnik. Uphill Flow bedeutet hier vor allem Spielen, abseits von vorgegebenen Regeln, am Rande der Komfortzone, sich weiterentwickeln und weiter fordern.

 

„Herausforderungen sind dazu da, um sie zu meistern.“

Stefan Schlie

Stefan Schlie ist MTB-Trial Fahrer der ersten Stunde.

Mehrfacher Vizeweltmeister, mehrfacher Deutscher Meister und der Erstbefahrer der Zugspitze mit dem Mountainbike. Im Grunde ein ganz normaler Typ, der gerne Spaß hat und sich ab und an Herausforderungen stellt. Seit 2014 ist Stefan bereits für Bosch eBike Systems als Fahrtechniktrainer unterwegs. „Einerseits möchte ich den teilnehmenden Mountainbikern die Möglichkeiten aufzeigen, die ihnen der Bosch Performance CX Antrieb bietet, andererseits will ich auch die entsprechende Trailetikette vermitteln. Schließlich sollten wir uns alle verantwortungsbewusst in der Natur bewegen.“

Um Neues zu lernen, um flexibel zu bleiben,

dafür sind wir, eine Gruppe erfahrener Mountainbiker heute auch hier. Wir befinden uns im Eggental, genauer gesagt: bei Kurt Resch. Der Hotelier ist schon einige Jahre mit Stefan befreundet und, ebenso wie er, begeisterter eMountainbiker. Seit einigen Jahren bietet er gemeinsam mit Stefan eMTB-Camps an. Zu einem davon haben auch wir uns hier eingefunden. Wir möchten Neues lernen, unsere eMTB-Fahrtechnik verfeinern.

Wir treffen uns vor dem Hotel für unsere ersten Lektionen.

Alle unsere Bikes sind mit aktuellen Bosch Performance CX Antrieben ausgestattet. Stefan hat mit seinem Input zum Fahrverhalten einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Antriebes geleistet. Auf dem Parkplatz üben wir die Grundposition, den Uphill-Wheelie und das richtige Bremsen. Gerade die korrekte Sitzposition ist laut Stefan äußerst wichtig. Den Sattel sollen wir deshalb in technischen Bergaufpassagen nur etwas absenken. Schnell füllt sich unser Kopf mit neuem Wissen.

 

„Ich will nur neue Sachen kennenlernen, jeden Tag etwas Neues lernen und da bietet das eBike gerade viele Möglichkeiten.“

Stefan Schlie

Stefan möchte uns inspirieren, mit dem eMTB zu spielen,

wir sollen das Kind in uns entdecken und das Mountainbike als das, was es für ihn ist, erfahren: ein Spielzeug für Wald und Berge, ganz ohne Zwang. Auf dem Weg lernen wir einen weiteren Vorteil des eMTBs kennen: Wir unterhalten uns entspannt miteinander, auch im Anstieg. Stefan erzählt uns, dass er neben den Fahrtechnikkursen, die er den Sommer über auf Events, Messen und anderen Veranstaltungen durchführt, auch Hoteliers und Verbände schult. Das Guiding sei anders als ohne Unterstützung. Reichweiten und Akkuladungen müssten bedacht werden, ebenso die neuen Möglichkeiten im Anstieg. Gerade in den Alpen, glaubt er, werde das eMTB den Zugang zur Natur erleichtern.

„Sonst spulen wir einfach unsere Touren ab,

nehmen uns kaum Zeit. Dieses Spielen ist wirklich toll, so zwanglos und zeitvergessen“, fasst uns ein Teilnehmer seine Erfahrung zusammen. Beim Abendessen erzählt uns Stefan, dass diese Spielereien für ihn die schönsten Momente beim Guiding seien. Er sehe, wie die Teilnehmer sich selbst forderten und neue Gedanken, Linien und Passagen zuließen. Sie schüttelten Zwänge ab, und diese Erfahrung, da sei er sich sicher, gebe ihnen auch viel für ihren Alltag. Stefan grinst uns an: „Herausforderungen sind dazu da, um sie zu meistern. Probiert es doch auch.“

 

„Nach der ersten Fahrt kommen plötzlich die größten eMTB Gegner mit einem riesen Grinsen wieder.“

Stefan Schlie

Interview mit Stefan Schlie:

Magst du dich bitte kurz vorstellen.

Stefan Schlie mein Name, passionierter eBiker, komme ursprünglich aus dem Trialsport und seit einigen Jahren bin ich nun infiziert vom eBike Virus mit dem Thema Uphill Flow.

Wo wir gerade beim Thema Uphill Flow sind, was ist denn das?

Uphill Flow kann man nicht erklären ohne den Flow zu erklären. Flow an sich ist die Definition die wichtig ist. Das muss man sich so vorstellen, dass wir eine Komfortzone haben, die limitiert und begrenzt ist. Sie beginnt dort wo die Unterforderung aufhört und geht bis dahin wo die Überforderung anfängt. Genau dort ist das Flow Zentrum. Dieses kann man natürlich auch erweitern, beispielsweise durch Fahrtechniktraining. Besonders beim Uphill Flow hat man mit dem eBike bis zu 300 % Unterstützung auf seine Eigenkraft, das heißt die Überforderung der fehlenden Kraft wird dadurch abgebaut und das Flow Fenster wird durch die Technik einfach größer. Mit einem zusätzlichen plus an Fahrtechnik kommen völlig neue Dimensionen beim Thema eBike in Bezug auf Flow auf.  

Du kommst ursprünglich vom Trial. Widerspricht sich das nicht oder wie ist da die Verbindung zwischen Trial und Flow?

Das widerspricht sich überhaupt nicht, denn auch beim Trial kann man in einen Flow kommen. Wie schon erwähnt gibt die Fahrtechnik das Flowfenster vor. Wenn ich beim Trial Sachen fahre die man zu Fuß gar nicht gehen kann, ich aber mit meiner Technik in der Lage bin da richtig smooth drüber zu hüpfen, fühlt sich das für mich auch an wie Flow.

Okay. Das heißt die Herausforderung schon ein wichtiges Thema für dich?   

Herausforderung ist für mich nur ein wichtiges Thema in der Form, dass ich neue Sachen kennenlernen will. Aber ans Limit gehen im Wettkampf ist für mich ein beendetes Kapitel. Ich will nur neue Sachen kennenlernen, jeden Tag etwas Neues lernen und da bietet das eBike gerade viele Möglichkeiten. Gerade weil es eben so neu ist.

Was für Möglichkeiten sind das die du da ansprichst?

In aller ersten Linie natürlich das neue hochfahren. Es gibt jetzt Wege und Trails die man vorher nicht hochfahren konnte. Die man aber eben jetzt mit neuer Fahrtechnik kombiniert hochfahren kann. Das ist hoch sportlich und hat nichts mit Gehhilfe zu tun wie einige das eBike bezeichnen. Sondern es ist wirklich totaler Sport mit neuen Techniken, neuen Pedalabfolgen, anderen Anforderungen und damit folglich auch neuen Herausforderungen auf dem Bike.

Du hast auch das Thema Fahrtechnik angesprochen. Was sind das für neue Fahrtechniken die man im eBike Bereich benötigt?

Dafür müssen wir erst mal aufzählen was das eBike Neues bietet. Wir haben beim eBike einfach mehr Kraft. Und die muss man nutzen und erst mal auf den Trail bringen. Erforderlich sind dafür neue Haltungen auf dem Bike. Wir haben Kraft-Schwung-Faktoren und Boost-Faktoren und auch die kann man Umsetzen um besser in den Flow zu kommen. Damit bekommt man einfach ganz neue Fahrgefühle. Der letzte Faktor ist das Gewicht des eBikes. Dieses erhöhte Gewicht wirkt positiv und negativ. Wen ich einen „Bunnyhop“ mache oder hoch springen möchte, dann hindert mich das Gewicht natürlich. Wenn ich aber einen Trail runterfahre dann wirkt es positiv. Durch den tiefen Schwerpunkt neige ich viel später dazu über den Lenker zu gehen. Ich habe eine satte Traillage und durch den höheren Anpressdruck fühlt sich das Ganze auch beim Bremsen und Steuern sicherer an.

Was ist für dich das besondere an einem Bosch Performance Line CX Antrieb?

Der Bosch Performance Line CX Antrieb hat eine dynamische Leistungsregelung, die eben ein total intuitives Gefühl am Fuß vermittelt und sich das eBike somit wie ein Fahrrad ohne Motor anfühlt. Mit dem Plus an Kraft kann ich wunderbar arbeiten und das gefällt mir so an diesem System.

Wie erlebst du Menschen die das eBike neu kennenlernen wie reagieren sie darauf?

Mittlerweile ist es so, dass die Leute die Fahrtechnik suchen. Es ist noch nicht so lange her, ca. 2 Jahre, da musste man ja aufpassen mit wem man über das Thema redet. Da war so viel Misstrauen, es gab große Berührungsängste, aber das hat sich mittlerweile komplett geändert. Ich versuche auch keinem mehr zu erklären wie geil das eigentlich mit dem eBike ist. Viel wichtiger ist es die Leute immer direkt ans Rad zu bringen. Nach der ersten Fahrt kommen plötzlich die größten Gegner mit einem riesen Grinsen wieder. Damit man sich nicht ganz outet kommt dann meistens als Entschuldigung: Ja leider geil! Aber brauch ich nicht. Wenn ich das höre erwidere ich immer: Ich brauch das auch nicht aber ich finde es halt toll.

Wie sieht für dich die ideale eBike Tour aus? Hast du da eine Vorstellung?

Ich persönlich, mit meinem Trialbackground, suche mir wirkliche Herausforderungen. Das heißt wirklich steile Trails. Um dort die Kurven zu probieren und mit Trialtechniken dann Sachen zu fahren die halt überhaupt erst in Verbindung mit dem Antrieb möglich werden. Aber ich versuche auch mal kraftsparend den Berg hochzufahren, um mir dann anschließend meinen Lieblingstrail zu gönnen. Dadurch dass ich oben ausgeruht ankomme kann ich den Trail den ich früher einmal gefahren bin heute dreimal fahren. Und das mit demselben limitierten Zeitfenster.

Du schulst in den Alpen auch Hoteliers und bist bei Fortbildungen für Ausbildungsverbände unterwegs. Was ändert sich da im Thema und wie ist auch im Allgemeinen das Interesse für das Thema?  

Das Interesse ist gerade riesig, weil alle merken, dass der Kuchen seine Farbe ändert und deshalb möchte auch jeder ein Stück von diesem neuen Kuchen abhaben. Früher mussten Guides drei Sachen können: sie mussten den Weg kennen, sie mussten gut drauf sein und Fahrtechnik beherrschen. Heute muss man die Guides sensibilisieren. „Die Kunden haben eBikes. Sagt euren Kunden sie sollen den Schlüssel mitnehmen und sagt euren Kunden wie sie fahren sollen. Damit ihr möglichst lange Reichweiten bekommt.“ Auch bei der Tourenplanung muss der Motor bedacht werden. Denn wenn ich jetzt einfach eine normale Tour abfahre, dann habe ich das Problem mittags schon wieder zurück zu sein. Das möchte auch nicht jeder Kunde, also muss ich umplanen und eben maßgeschneiderte Touren entwerfen. Fahrtechnisch müssen die Guides natürlich auch auf dem neusten Stand sein. Nicht, dass der Kunde mehr weiß, weil er mit Verstand die Magazine liest. Das zusammen versuche ich immer als Gesamtpaket abzuliefern.

Welchen Mehrwert hat ein Verbraucher im Urlaub, wenn er einfach mit dem eBike unterwegs ist. Gerade in den Alpen?

Der Mehrwert des Verbrauchers ist schon mal das er Uphill Flow dazu bekommt. Und damit eine Grinse-Komponente mehr. Er hat aber auch den Mehrwert in eine Region zu können in der er vielleicht lange nicht mehr war, weil er kein Bock hatte die steilen Rampen hoch zu fahren. Mit dem eBike kann er das jetzt machen und er muss auch nicht mehr alleine seine Trails runterfahren, sondern er kann seine Kumpels mitnehmen, die vielleicht ohne eBike gar nicht dazu in der Lage wären.

Wie ist deine Erfahrung mit anderen Naturnutzern. Gibt es da Probleme oder Feedback?

Man kann nicht sagen, dass wir beste Freunde von allen Seiten haben. Am Anfang war das natürlich noch schlimmer. Die militantesten Gegner waren aber nicht die Wanderer wie die meisten denken, sondern tatsächlich die traditionellen Mountainbiker. Die haben gedacht, dass ihnen der Wald weggenommen wird. Genauso wie es damals diese Gedanken zwischen Mountainbiker und Wanderer gab. Aber selbst das hat sich mittlerweile schon gebessert und man nähert sich an. Eben auch weil die ganzen Lobby-Gruppen dafür sorgen, dass unsere Mountainbikerstimme gehört wird. Ich habe nur Angst, dass sich Leute daneben benehmen. Die Versuchung das man sein Bike tunen könnte ist schon hoch. Dieser Entwicklung müssen wir gemeinsam entgegenwirken. Insgesamt ist der Respekt zwischen allen Nutzern aber gestiegen. Wenn man selbst grinst und nett mit den Leuten umgeht, dann bekommt man auch ein Lächeln zurück.

Weil du das Thema Verantwortung gerade noch mal angesprochen hast. Was sind gemeinsame Projekte mit Bosch bei denen ihr sagt „Okay, da übernehmen wir Verantwortung“?

Erstmals haben wir das Thema nach Uphill Flow I angesprochen. Da haben wir uns gedacht „Ui ui ui jetzt gibt es Ärger für Leute mit eBike". Um dann im zweiten Teil gleich mal mit Fahrtechnik und Etikette darauf einzugehen. Und im dritten Teil werden wir jetzt sogar noch weiter gehen und ein Leuchtturm-Projekt starten. Wir bauen im Bikepark am Geißkopf einen Uphill Flow-Trail. Das wird ein niedrigschwelliges Angebot für alle eBiker. Gewisse Sektionen werden dann differenziert sein damit alle die Möglichkeit bekommen sich auszutoben, also auch versiertere Biker. Wenn das Konzept Schule macht und in den Tourismus Regionen umgesetzt wird, dann wird es auch keine Probleme mit entgegenkommenden eBikern und Nutzerdruck geben. Dann wird das Thema einfach nur noch stärker in die Breite gezogen. Ebenso wie das Grinsen der Biker.

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